Was ist der Barthel-Index?

Collage mehrerer Bilder aus dem P.A.N. Zentrum: Reha-Maßnahmen, Therapeutische Beschäftigungen, sich unterhaltende und lachende Menschen und das Gebäude
 

Der Barthel-Index ist ein Bewertungsverfahren zur Erfassung der Alltagsfähigkeit von Menschen mit Behinderung. Er ist die Grundlage für die systematische Erhebung der Selbstständigkeit oder Pflegebedürftigkeit. Damit bietet der Barthel-Index eine Möglichkeit, die verschiedenen Phasen der neurologischen Rehabilitation voneinander zu unterscheiden.

Insgesamt können beim Barthel-Index 100 Punkte erreicht werden, die sich aus zehn unterschiedlichen Fähigkeiten (Items) zusammensetzen. Die Gesamtpunktzahl gibt Auskunft über den Grad der Selbstständigkeit:

  • 0-30 Punkte: weitgehend pflegeabhängig
  • 35-80 Punkte: hilfsbedürftig
  • 85-95 Punkte: punktuell hilfsbedürftig

Ab einem Barthel-Index von 100 Punkten sind die Betroffenen dazu in der Lage, selbständig zu essen, sich fortzubewegen und ihre Körperpflege durchzuführen. Der Barthel-Index trifft jedoch keine Aussage darüber, ob die Betroffenen auch in der Lage sind, alleine zu leben.

Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass der Barthel-Index nicht ausreicht, um die Fähigkeiten von Menschen in frühen Phasen der Rehabilitation richtig einzuschätzen. Denn diese Personen haben oft noch einen Bedarf an intensivpflegerischen Maßnahmen, die im ursprünglichen Barthel-Index nicht abgebildet werden. Es wurde deswegen in den 1990er Jahren der Frühreha-Barthel-Index nach Schönle eingeführt, der den klassischen Barthel-Index für die Phase der Frührehabilitation erweitert.

 

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