Eine Orientierungsstörung ist eine schwere Gedächtnisstörung. Betroffene können sich kein aktuelles Bild ihrer Umgebung in Hinblick auf Zeit, Ort, Situationen und/oder der eigenen Person machen. Orientierungsstörungen können infolge einer
erworbenen Hirnschädigung (
Schlaganfall,
Schädel-Hirntrauma) auftreten.
Für eine ausreichende Orientierung sind bestimmte ungestörte Fähigkeiten notwendig wie Gedächtnis-, Bewusstseins-, Wahrnehmungs-, Aufmerksamkeit- sowie Zeitempfindungs-Fähigkeit. Sind einige dieser höheren kognitiven Fähigkeiten gestört, kann dies zu verschiedenen Orientierungsstörungen führen. Eine Begleiterscheinung von Orientierungsstörungen sind Hinlauftendenzen, bei denen der Betroffene einem Reiz folgt, und nicht wieder zurück findet.
Orientierungsstörungen können sich beispielsweise darin äußern, dass ein Betroffener nicht mehr weiß, wo er ist, welcher Wochentag oder welche Tageszeit gerade ist.