Gedächtnisstörung

Was ist eine Gedächtnisstörung?

Eine Gedächtnisstörung (mnestische Störung) ist eine funktionelle Beeinträchtigung des Gedächtnisses und kann infolge einer erworbenen Hirnschädigung auftreten.

Beim Gedächtnis können Lernen, Behalten und Abrufen durch eine Hirnschädigung beeinträchtigt sein. Im Kurzzeitgedächtnis gespeicherte Informationen müssen zur längerfristigen Speicherung in das Langzeitgedächtnis überführt werden. Im Langzeitgedächtnis sind Handlungen, Bedeutungen, und Bewegungsvorgänge gespeichert. Das Abrufen der Informationen aus dem Langzeitgedächtnis ermöglicht dem Menschen sich an die Vergangenheit zu erinnern (episodisches Gedächtnis), Fakten abzurufen (semantisches Gedächtnis) oder komplexe Abläufe zu erinnern (prozedurales Gedächtnis).

Gedächtnisstörungen nach einer erworbenen Hirnschädigung äußern sich z.B. darin, dass gespeichertes Wissen aus dem Gedächtnis nicht mehr abgerufen werden kann oder neue Informationen nicht mehr, oder erschwert aufgenommen werden können. So fällt es Menschen mit Gedächtnisstörungen mitunter schwer, Gesichter wiederzuerkennen, die eigene Adresse zu erinnern, das Zimmer zu finden oder die Bedeutung von Sätzen zu verstehen.

Im Umgang mit Gedächtnisstörungen sind vielfach Tricks hilfreich, wie beispielsweise das Erlernen von Memotechniken, Tagebuch zu führen oder Notizen zu machen. Dies muss intensiv geübt und im Alltag eingesetzt werden.